Margit Schreiner

Die Eskimorolle

Roman in Erzählungen
Cover: Die Eskimorolle
Schöffling und Co. Verlag, Frankfurt am Main 2005
ISBN 9783895612756
Gebunden, 185 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Um ein Boot vor dem Kentern zu bewahren, bedarf es der Eskimorolle. Man lässt sich mit Boot zur Seite kippen, dreht sich unter Wasser, um dann mit Schwung im Boot wieder aufzutauchen. Margit Schreiner erzählt von Lebenslügen, ausgelassenen Beichten, von Überlebensmut und Überlebensangst. Am Anfang steht die traumatisierte Elterngeneration und ihr dogmatisches Schweigen. Die Mutter, die das erste Kind während der Geburt verliert, der alternde - in Erinnerungen an den Böhmerwald schwelgende Vater - der schwermütige Onkel Hans, die knacksende, im russischen Feldlazarett aufgenommene zerbrechliche Platte mit der hellen Jungenstimme des kurz darauf gefallenen Onkel Hugo: Nächstes Weihnachten bin ich bestimmt bei meinen Lieben. "Ich wünsche uns allen einen guten Frieden."

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.10.2005

Yvonne Gebauer hat deutliche Sympathien für Margit Schreiners - vor sieben Jahren schon einmal unter anderem Titel erschienene - "Eskimorolle". Eine Mischung aus autobiografischen Skizzen, Szenen, Porträts, insgesamt sind es 27 Einzelstücke, erfahren wir. 1953 in Linz nimmt diese kaleidoskopische Textsammlung ihren Anfang. Da wird die leicht unheimliche Familienidylle beschworen - im Hintergrund schweben Gespenster aus dem Weltkrieg -, danach der kommunistisch und WG-kommunardisch grundierte Aufbruch ins Erwachsensein. Später, im zweiten Teil, kommen Paris und Italien als Erlebnishintergründe hinzu. Einen spielerischen Zug lobt Gebauer der Verfasserin nach, eine "angenehme Buntheit".
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