Markus Messling

Universalität nach dem Universalismus

Über frankophone Literaturen der Gegenwart
Cover: Universalität nach dem Universalismus
Matthes und Seitz, Berlin 2019
ISBN 9783957577252
Gebunden, 222 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Markus Messling präsentiert die frankophone Literatur unserer Tage als radikale Hinterfragung jener Ideale, die mit der Französischen Revolution in Paris einst ihre Hauptstadt fanden und heute in einer tiefen Krise stecken: Konzepte wie Universalismus, Gleichheit und Weltgesellschaft sind durch ihre koloniale Durchsetzungsgeschichte stark diskreditiert. Heute werden sie zudem verstärkt wieder durch nationalistische Kräfte angefeindet. Was bleibt von den Idealen? Wie sich nach dem europäischen Universalismus Ansätze einer neuen Universalität finden lassen, ohne die Erkenntnis und Gerechtigkeit in der Weltgesellschaft nicht organisiert werden können, erzählen frankophone Literaturen der Gegenwart.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.07.2019

Joseph Hanimann sieht in dem Buch des Romanisten Markus Messling einen anregenden, aktuellen Beitrag zur Debatte um Migration, Herkunft und Weltverlust. Dass sich der Autor bei seiner Betrachtung der Krise der Universalität in ganz Europa umsieht und von Zeitgenossen wie Felwine Sarr, Camille de Toledo oder Michel Houellebecq inspirieren lässt, gefällt Hanimann, auch wenn der Autor mitunter zugunsten seiner These kaum haltbare Behauptungen aufstellt. Vor allem die weniger bekannten Autoren aus Kamerun und Martinique, die Messling heranzieht, weiten den Blick laut Hanimann auf wertvolle Weise.

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