Der Traum ist genauso verwegen wie gefährlich. Peking will die Welt brutal an seinen Interessen ausrichten und nach chinesischem Vorbild in eine große Diktatur umwandeln. Auch in Deutschland arbeitet ein geheimes Netzwerk im Verborgenen daran und ist schon weit gekommen. Auch weil unsere Politik wegschaut - und sich in Teilen sogar zum Komplizen macht. In seinem Buch enttarnt der erfahrene Investigativjournalist Markus Frenzel die chinesischen Hintermänner und deckt die geheimen Netzwerke Pekings in Deutschland auf. Seit gut zehn Jahren führt China einen ausgeklügelten Angriffsplan auf unser westliches Gesellschaftsmodell aus, auf unsere Politik, auf unsere Art zu leben. Die Idee geht auf Xi Jinping zurück, der seine autoritären Herrschaftsgelüste nach innen längst auch nach außen gekehrt hat. In Deutschland ist die Strategie schon weit fortgeschritten, chinesische Schergen und Helfershelfer agieren in Ministerien hinein, beeinflussen Abgeordnete im Bundestag oder ziehen die Fäden in der Wirtschaft. Mehr als ein Jahr hat ein Team von 21 Journalisten aus zehn Ländern die geheimen Pläne Pekings recherchiert und ein engmaschiges Netzwerk von Unterstützern in ganz Europa aufgedeckt.
Der Investigativ-Journalist Markus Frenzel untersucht in seinem neuen Buch den Einfluss der chinesischen Staats- und Parteiführung in Deutschland, schreibt Rezensent Steffen Wurzel. Zwei Jahre lang recherchierte Frenzel, um aufzuzeigen, wie China gezielt Beziehungen in Deutschland knüpft und Narrative der Kommunistischen Partei verbreitet. Ein zentraler Punkt seiner Analyse ist die sogenannte "Einheitsfront", ein Netzwerk von Personen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, das im Sinne der KP Chinas agiert. Frenzel stützt sich auf eine inoffizielle Liste mit rund 50 Namen, darunter Unternehmer, Restaurantbesitzer und ehemalige Politiker, staunt der Kritiker. Besonders umstritten ist die Rolle deutscher Politiker wie Rudolf Scharping und Hans-Peter Friedrich, die als Brückenbauer nach China fungieren. Das Buch ist faktenreich, aber stellenweise undifferenziert, moniert Frenzel. Trotz vereinfachender Darstellungen bietet es eine spannende Lektüre, insbesondere für Einsteiger in die China-Thematik, schließt Wurzel.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…