Dieses Buch ist die erste deutschsprachige Einführung in die Disability Studies aus einer kulturwissenschaftlichen Perspektive. Es beleuchtet Prozesse der Hervorbringung, Repräsentation und Transformation außerordentlicher Körper im Rahmen historisch und kulturell bedingter Deutungsmuster, Wissensformen und institutionalisierter Praktiken. Es lädt zu interdisziplinären Erkundungen in einer anspruchsvollen und spannenden Theorie- und Diskussionslandschaft ein und veranschaulicht seine Thesen u.a. an medizinhistorischen und literaturwissenschaftlichen Beispielen.
Als "wichtiges Buch" lobt Rezensent Wolfgang Müller diesen Band mit "Behindertenstudien", und stellt mit diesem zunächst schwierig klingenden Begriff gleichzeitig eine neue wissenschaftliche Disziplin vor, die im Englischen seinen Informationen zufolge "Disability Studies" heißt. Das Buch beinhaltet, wie man Müllers Kritik entnehmen kann, sowohl kulturgeschichtliche Betrachtungen zum Körper in der Kulturgeschichte als auch Texte zur Sozialgeschichte des Verständnisses von "Behinderung", ökonomischen Aspekten, sowie Beiträge über Emanzipationsbewegungen. Auch hat das Buch den Rezensenten nicht nur für die Ausschluss-Produktion sensibilisiert, die der Begriff vom intakten, gesunden Körper in der europäischen Kultur in den letzten 200 Jahren produziert hat, sondern auch für den eigenen Körper.
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