Klappentext
Aus dem Englischen von Corinna Rodewald. Zelu steckt in einer Krise: Während in ihrer nigerianischen Familie alle ihren Platz im Leben gefunden haben, verliert sie ihren Job und bekommt als Autorin nur Absagen von Verlagen. Also schreibt sie einen Roman nur für sich: über eine Zukunft, in der Roboter und KI die Erde bevölkern. Doch diese Welt steht vor der Zerstörung und allein der Geschichten sammelnde Android Ankara kann sie retten. Als Rusted Robots überraschend zum Bestseller wird, verändert sich nicht nur Zelus Leben, sondern auch die Welt um sie herum. Sie droht, die Kontrolle über ihre eigene Geschichte zu verlieren.
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 12.01.2026
Rezensentin Ismael Berrazouane kann Nnedi Okorafors Sci-Fi-Roman leider nicht empfehlen. Wie sich heute und auch in Zukunft erzählen lässt, behandelt die nigerianisch-amerikanische Autorin laut Berrazouane anhand einer fiktiven Autorin zwar mit vollmundigem Hinweis auf Barthes Idee vom Tod des Autors, allerdings ohne diesen Bezug erzählerisch oder gedanklich einlösen zu können. Das Hadern der Protagonistin mit ihrer Lebenssituation und mit der Kontrolle über ihren neuen Roman wird im Buch nur unzureichend ausgeführt, bedauert der Rezensent. Die Sprache ist "plakativ", Ereignisse werden nicht entwickelt, stellt Berrazouane enttäuscht fest.
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