Markus Breitscheidel wurde in seiner Kindheit und Jugend selbst Opfer von massiver Gewalt in der Familie. Mit diesem Buch liefert er uns einen emotional packenden Blick in den Alltag eines Kindes, das mit der allgegenwärtigen Angst aufwächst, geschlagen und gedemütigt zu werden. Und er beschreibt, wie Nachbarn, Lehrer, Ärzte, aber auch seine Großeltern jahrelang über die Gewaltexzesse seines Vaters hinwegsahen. Mit diesem sehr persönlichen Buch stößt er eine längst überfällige gesellschaftliche Debatte über das Tabuthema Gewalt in der Familie an.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.03.2016
Immer wieder einmal gibt es mutige Autoren, die sich des unangenehmen Themas der Kindesmisshandlung annehmen, weiß Luise Reddemann, Karl Philipp Moritz, Heinreich Mann und Lloyd de Mause sind einige von ihnen. Jetzt macht Markus Breitscheidel mit seinem Buch "Nicht auf den Kopf!" erneut darauf aufmerksam, verrät die Rezensentin. Die Geschichten über trinkende und prügelnde Väter mögen nicht unbekannt sein, aber sie werden oft zu schnell verdrängt und nur widerwillig wiedergegeben, erklärt Reddemann, die es deshalb umso wichtiger findet, dass Bücher wie Breitscheidels insistieren und informieren, denn "Hinschauen tut weh, Aufbegehren macht Angst". Gerade der persönliche Ton, den der Autor anschlägt, weckt Mitgefühl, so die Rezensentin, Mitgefühl, das in der Verarbeitung von häuslicher Gewalt nicht unterschätzt werden dürfe.
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