Mark Vonnegut

Eden Express

Die Geschichte meines Wahnsinns
Cover: Eden Express
Berlin Verlag, Berlin 2014
ISBN 9783827011336
Gebunden, 384 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Astrid Becker. Mit einem Vorwort von Kurt Vonnegut. Juni 1969: Die zähen Jahre am College sind vorbei. Mark Vonnegut, Sohn des berühmten Schriftstellers Kurt Vonnegut, zieht es in die Wildnis. Mit seiner Freundin Virginia und ein paar College-Freunden will er der Welt, in der er lebt und an der er (ver)zweifelt, entfliehen. Mit einem VW Käfer geht es ans Ende der Zivilisation, in eine entlegene Region Kanadas. Eindringlich und humorvoll erzählt Vonnegut vom harten und entbehrungsreichen Leben in der Kommune auf einer kleinen Insel ohne Elektrizität, 18 Kilometer per Boot von der nächsten Straße entfernt. Die Freunde beschäftigen sich hauptsächlich mit sich selbst. Doch irgendwann fängt Mark an, Stimmen zu hören. Die Hippie-Utopie gerät mehr und mehr zum Alptraum einem Horrortrip, der am Valentinstag 1971 in der Gummizelle einer psychiatrischen Klinik endet.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 25.02.2015

Manuel Gogos hat sich eingelassen auf den Höllentrip, den Mark Vonnegut in seinem längst zum Klassiker avancierten Buch beschreibt. Dass der Band nun in eher nüchternen Zeiten erstmals auf Deutsch erscheint, gibt Gogos die Möglichkeit, den Erfahrungsbericht eines psychotischen Aussteigers in den frühen 70ern mit einer gewissen soziologischen Skepsis zu lesen. Was heißt hier krank? Und ist es die Gesllschaft, die geheilt gehört, oder der Hippie? Stellvertretend geht Vonnegut durch die Hölle, um das herauszufinden, und macht das mit einer Sprache und einer Bildlichkeit, die den Rezensenten erstaunen.
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