Mario Gomes, Jochen Thermann

Berge, Quallen

Roman
Cover: Berge, Quallen
Diaphanes Verlag, Zürich 2016
ISBN 9783037348970
Gebunden, 312 Seiten, 22,95 EUR

Klappentext

Ein Fotograf fängt Feuer. Eine Frau verliert ihr Gedächtnis. Ein Staubsaugerfabrikant steht im Verdacht, Leichen zu zerstückeln. Blaszczykowski, Nespoli, Schmittkopf. Personen, Ereignisse, die einander fern scheinen und sich doch ineinander verstricken, sich verflechten und ihren Faden verlieren, ehe er sich an anderen Orten wiederfindet, dieser rote, allzu rote, durch Blut gezogene Faden am Saum des Kleids von Viola Nespoli. Keine Mordkommission behält da den Überblick: Sgarby, Kottwitz, Schwarz und Rütters. Ein hinter Namen und deren Wiedergängern florierendes Kartell arbeitet hart im Dienste der Imagination und des Begehrens, der Kunst und anderer Verbrechen. Und das könnte endlos so weitergehen, in Polen, Mexiko, Sizilien, auf dem Papier und in den Köpfen anderer Leute.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 01.12.2016

Mit "Berge, Quallen" hat Rezensent Ronald Düker genau den richtigen Roman für das "postfaktische" Zeitalter entdeckt. Dass über das in Deutschland lebende Autorenduo wenig bekannt ist, ist für das Lesevergnügen völlig unerheblich, versichert der Kritiker: Denn dieser zwischen polnischem Altenheim, mexikanischer Finca, Marderheide und sämtlichen Genres mäandernde Roman ist so witzig, boshaft und "überdreht", so wunderbar brutal und herzhaft pornografisch, als würde man David Lynch und Quentin Tarantino kombinieren und zu hochintelligenter Literatur verarbeiten, schwärmt der Rezensent. Dass man in diesem mysteriösen "Meisterwerk des literarischen Neosurrealismus" nie weiß, woran man ist, tut der Sogkraft dieses Buches keinen Abbruch, meint Düker.
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