Marina Zwetajewa

Lob der Aphrodite

Gedichte von Liebe und Leidenschaft
Cover: Lob der Aphrodite
Wallstein Verlag, Göttingen 2021
ISBN 9783835339439
Gebunden, 232 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Russischen und mit einem Essay von Ralph Dutli. Die schönsten Liebesgedichte einer der größten Dichterinnen der Weltliteratur. Marina Zwetajewa (1892-1941), die bedeutendste russische Dichterin neben Anna Achmatowa, ist eine der großen Liebesdichterinnen der Weltliteratur, eine Liebende voller "Maßlosigkeit in einer auf Maß bedachten Welt". Dass sie dem uralten Gegenstand völlig neue, unerhörte Klänge - und Klagen - abgewinnt, macht sie zu einem poetischen Phänomen. Ihre Gedichte sind an Frauen wie an Männer gerichtet, das Thema Liebe und Leidenschaft ist bei ihr universal.Wer aber in Marina Zwetajewas Liebesgedichten Idyllen sucht, muss fehlgehen. Sie sind oft eine Abrechnung mit der Liebe und mit sich selbst - schonungslos, unerschrocken.In einem Brief nennt sie die Liebe "das grausamste Spiel zum Krallenschärfen gegen sich selbst".Der Band umfasst über hundertfünfzig Gedichte Marina Zwetajewas - viele davon erstmals in deutscher Übersetzung.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.04.2021

Marina Zwetajewas Gedichte vom Thema der Liebe her zu begreifen, scheint dem hier rezensierenden Lyriker Nico Bleutge sinnig. Denn jedem Liebhaber und jeder Liebhaberin, so Bleutge, scheint in diesem Band mit Gedichten von 1914 bis 1940 ein Zyklus gewidmet worden zu sein, in denen die in Moskau geborene, lang im Exil lebende Dichterin die Liebe als einen zu zähmenden Panther fasst, staunt Bleutge. Aber auch von einem tiefen Schmerz, der die Dichterin in den Selbstmord trieb, erfährt der Kritiker. Besonders beeindruckt scheint er von den "Kabelgedichten" zu sein, in denen Zwetajewa mit Bindestrichen und Brüchen formal die Telegrammstruktur nachahme und "Binnenspannungen" kreiere. Die ständigen mythologischen Einlassungen und der konstante "hohe Ton" seien gewöhnungsbedürftig, räumt der Rezensent ein, wirkt insgesamt aber sehr angetan von den äußerst "beweglichen", von Ralph Dutli gut übertragenen Gedichten Zwetajewas.

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