Aus dem Russischen und mit einem Essay von Ralph Dutli. Die schönsten Liebesgedichte einer der größten Dichterinnen der Weltliteratur. Marina Zwetajewa (1892-1941), die bedeutendste russische Dichterin neben Anna Achmatowa, ist eine der großen Liebesdichterinnen der Weltliteratur, eine Liebende voller "Maßlosigkeit in einer auf Maß bedachten Welt". Dass sie dem uralten Gegenstand völlig neue, unerhörte Klänge - und Klagen - abgewinnt, macht sie zu einem poetischen Phänomen. Ihre Gedichte sind an Frauen wie an Männer gerichtet, das Thema Liebe und Leidenschaft ist bei ihr universal.Wer aber in Marina Zwetajewas Liebesgedichten Idyllen sucht, muss fehlgehen. Sie sind oft eine Abrechnung mit der Liebe und mit sich selbst - schonungslos, unerschrocken.In einem Brief nennt sie die Liebe "das grausamste Spiel zum Krallenschärfen gegen sich selbst".Der Band umfasst über hundertfünfzig Gedichte Marina Zwetajewas - viele davon erstmals in deutscher Übersetzung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.04.2021
Marina Zwetajewas Gedichte vom Thema der Liebe her zu begreifen, scheint dem hier rezensierenden Lyriker Nico Bleutge sinnig. Denn jedem Liebhaber und jeder Liebhaberin, so Bleutge, scheint in diesem Band mit Gedichten von 1914 bis 1940 ein Zyklus gewidmet worden zu sein, in denen die in Moskau geborene, lang im Exil lebende Dichterin die Liebe als einen zu zähmenden Panther fasst, staunt Bleutge. Aber auch von einem tiefen Schmerz, der die Dichterin in den Selbstmord trieb, erfährt der Kritiker. Besonders beeindruckt scheint er von den "Kabelgedichten" zu sein, in denen Zwetajewa mit Bindestrichen und Brüchen formal die Telegrammstruktur nachahme und "Binnenspannungen" kreiere. Die ständigen mythologischen Einlassungen und der konstante "hohe Ton" seien gewöhnungsbedürftig, räumt der Rezensent ein, wirkt insgesamt aber sehr angetan von den äußerst "beweglichen", von Ralph Dutli gut übertragenen Gedichten Zwetajewas.
Caroline Blackwood: Das Schicksal von Mary Rose Aus dem Englischen von Claudia Voit. Caroline Blackwood, Erbin des Guinness Vermögens und schillernde Figur der Londoner Bohème, hat aus ihrer Herkunft und ihrem Leben keine… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Dörte Hansen: Broder Broder Bahnsen wollte nie etwas anderes als Bauer werden, Nachfolger seines Vaters, der ihm den "Kuhverstand" vererbt hat, das Gespür für Tiere. Aber den Hof bekommt sein…