"Die Bestie von Paris und andere Geschichten" versammelt Marie-Luise Scherers legendäre Paris-Reportagen, die "zum Kernbestand der deutschen Literatur der letzten Jahrzehnte" (Hans Magnus Enzensberger) zählen. Ihre fein recherchierten Geschichten geprägt von subtilem Witz und präzisester Beobachtungsgabe umspannen das Pariser 20. Jahrhundert in all seinen Facetten: Eine Begegnung mit Philippe Soupault, die sie tief in die Geschichte des Surrealismus führt, Reflexionen über Proust und das Paris der Oberschicht anlässlich der Dreharbeiten für einen Film über die Recherche , die glamouröse Welt der Modenschauen und die undurchdringliche dunkle Seite dieser labyrinthischen Stadt, wenn sie den Spuren eines Serienmörders folgt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.01.2013
Ina Hartwig reiht sich ein in die lange Liste der Lobenden. Marie-Luise Scherers Texte, Reportagen, die laut Hartwig weit ins Literarische hineinreichen, sind für sie auch beim dritten Abdruck noch aufregend, bestechen durch akribische Recherche und Beobachtung und zugleich durch eine kreative Freiheit, die der Konventionalität der journalistischen Arbeit, so findet Hartwig, eine bunte Pfauenfeder aufsetzt. Ob sie über Soupault und die Surrealisten, Proust oder den Pigalle-Mörder Thierry Paulin schreibt - stets begeistert Scherer die Rezensentin durch eine Mischung aus Wahrscheinlichkeit und Einfallsreichtum.
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