Mit Messerschnitten von Martin Glomm. Warum ist das Wort "Weltverbesserer" heutzutage eigentlich negativ besetzt? Margot Käßmann ist sich sicher: Unsere Welt braucht genau diese visionären Menschen. Kopfwissen ist nicht alles. Margot Käßmann spricht die Sprache des Herzens. Es geht ihr nie um political correctness oder den moralischen Zeigefinger - sondern um die Sehnsucht nach einer besseren Welt. Eine Welt, in der Versöhnung auch mit den schlimmsten Feinden möglich ist, eine Welt, in der es Hoffnung und Gerechtigkeit wider alle Vernunft gibt... Für die einen bleibt es eine Utopie, für den, der glaubt, wird es zum Traum seines Lebens. Ein Plädoyer für ein Leben mit anderer Perspektive.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 24.06.2013
Joachim Frank weiß schon genau, wie Margot Käßmanns neues Buch "Mehr als Ja und Amen" aufgenommen werden wird: ihre Fans werden es mögen, ihre Gegner werden es "alsbald genervt in die Ecke werfen". Der ehemaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland geht es in dem Band, der auf eine Bochumer Veranstaltungsreihe zur Sozialethik zurückgeht, um die Rehabilitierung von Idealismus, den sie mit Begriffen wie "Gutmensch" und "Weltverbesserer" abgewertet sieht, referiert der Rezensent. Wie er selbst zu Käßmanns "zwischen Barack-Obama-Rhetorik und Prediger-Ton angesiedelten Emphase" steht, lässt er weitgehend offen, aber ein wenig ermutigt und ermächtigt scheint er durch die Lektüre schon zu sein.
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