Margaret Lowman

Die Frau in den Bäumen

Eine Biologin erforscht das Leben in den Baumkronen
Cover: Die Frau in den Bäumen
Antje Kunstmann Verlag, München 2000
ISBN 9783888972508
Gebunden, 261 Seiten, 20,35 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Franca Fritz und Heinrich Koop. Mit einem Vorwort von Robert D. Ballard. Die Baumkronen tropischer Urwälder zählen zu den letzten unerforschten Lebensbereichen der Erde. Margaret Lowman ist die Pionierin der Erforschung dieser Zonen zwischen Himmel und Erde. Schon als Doktorandin hat die heute 46jährige das Laubdach dreißig Meter hoher Tropenbäume erkundet ? und seitdem, wie sie sagt, "nie mehr zurückgeblickt ? und vor allem nicht nach unten". Stattdessen hat sie in schwindelnder Höhe ökologische Zusammenhänge erforscht: wie Blätter wachsen und wie lange sie leben, wie Pflanzen und Tiere Symbiosen eingehen und welche Schädlinge (oder menschlichen Eingriffe) für das Aussterben ganzer Baumarten verantwortlich sind. Für die Biologie taten sich neue Welten auf: Von Heissluftballons, riesigen Baukränen oder schwankenden Hängebrücken aus haben Margaret Lowman und ihre Kollegen zu grundlegenden Erkenntnissen über das Leben in den Laubdächern der Erde beigetragen

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 19.10.2000

Sabine Sütterlin ist ziemlich beeindruckt von dem Buch, in dem die Biologin Lowman ihren alltäglichen Selbstbehauptungskampf im australischen Outback und im ehelichen Zwangssystem beschreibt. "Vogelkot, juckende Nesseln und Blutegel, Taranteln und Harndrang auf 40 Metern über dem Waldboden beeindrucken sie kaum", begeistert sich Sütterlin. Auch Lowmans Bekenntnis, dass sie eigentlich niemals vorgehabt hatte, "Kronendachforscherin" zu werden, imponiert ihr mächtig. Welcher Mann hätte das schon zugegeben! Tatsächlich leidet die Rezension etwas unter Sütterlins Power-Frauen-Emphase.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.10.2000

Einen luftig gelegenen Forschungsgegenstand hat die Tropenbotanikerin Margaret Lowman: die Kronen von bis zu 75 m hohen Tropenbäumen. In dem Buch, das sie darüber geschrieben hat, kann man, berichtet Thomas Eckardt in seiner Rezension, ebenso etwas über die Verfeinerung der Klettertechniken (bis zum Einsatz von Heißluftballons) lernen wie über die Schwierigkeiten einer Frau in einer Männerwissenschaft. Den Text findet der Rezensent grundsympathisch, das Glossar im Anhang "sinnreich".
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