Marcus Howe

Karl Polak

Parteijurist unter Ulbricht. Diss.
Cover: Karl Polak
Vittorio Klostermann Verlag, Frankfurt am Main 2002
ISBN 9783465031833
Gebunden, 332 Seiten, 59,00 EUR

Klappentext

Unter besonderer Berücksichtigung der historischen Rahmenbedingungen zeichnet die Untersuchung Leben und Wirken eines der bedeutendsten deutschen Juristen des zwanzigsten Jahrhunderts nach. Im Mittelpunkt der Forschungen steht eine umfassende Auswertung des bis 1990 geheimen SED-Parteiarchivs. So bietet diese Biografie zugleich aufschlussreiche Einblicke in die Machtzentrale ostdeutscher Politik während einer der aufregendsten Epochen deutscher Geschichte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.06.2002

Peter Jochen Winters begrüßt die erste "wissenschaftliche" Lebensbeschreibung des bis 1989 im Westen "nahezu unbekannten" Karl Polak, der zwischen 1946 und 1963 die Rechtspolitik der DDR maßgeblich geprägt und beeinflusst hat. Der Rezensent lobt Autor Marcus Howe für das genaue Bild, das er von Polak zeichnet, wobei Howe nicht nur dessen Lebensgeschichte, sondern auch ein Stück "ostdeutscher Rechtspolitik" schildert, wie Winters anerkennend bemerkt. Dabei bedauert er es, dass trotz des enormen Quellenreichtums, der in diese Arbeit eingegangen ist, der persönliche Nachlass des Juristen für den Autor nicht zugänglich war. Deshalb bleibe zum Beispiel die interessante Frage ungeklärt, warum Polak 1933 überhaupt in die Sowjetunion emigriert sei, obwohl er zu der Zeit gar kein Kommunist war. Ansonsten aber hat der Rezensent nichts zu bemängeln und lobt Winters ausdrücklich für seine "detailreiche, informative" Studie.
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