Marco Iacoboni

Woher wir wissen, was andere denken und fühlen

Die neue Wissenschaft der Spiegelneuronen
Cover: Woher wir wissen, was andere denken und fühlen
Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2009
ISBN 9783421042361
Gebunden, 320 Seiten, 21,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Susanne Kuhlmann-Krieg. Wie kommt es, dass uns Kinofilme zu Tränen rühren oder wir förmlich mitzittern, wenn ein Elfmeterschütze Anlauf nimmt? Dass wir intuitiv wissen, was jemand anderes vorhat? Und dass wir die Beine übereinanderschlagen, wenn unser Gesprächspartner dies eben getan hat? Die längste Zeit glaubte man, solche Phänomene nicht erklären zu können, weil naturwissenschaftliche Untersuchungen von mentalen Prozessen wie z.B. Absichten als unmöglich galten. Mit der Entdeckung der Spiegelneuronen, einer Gruppe von spezialisierten Gehirnzellen, scheint es nun möglich, solche und andere ganz selbstverständliche menschliche Fähigkeiten biologisch zu erklären. Neurowissenschaftler wie Marco Iacoboni eröffnen uns damit einen neuen Blick auf die menschliche Kommunikation, auf intuitives Verstehen, das Mitgefühl und selbst das Erlernen der Sprache durch Kinder. Und möglicherweise sind Spiegelneuronen auch die biologische Grundlage des Moralempfindens.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.10.2009

Für Yvonne Wübben hat dieses Buch mit seriöser Forschung eher wenig zu tun. Was der Neurowissenschaftler Marco Iacoboni über seine Erforschung der Spiegelneurone beim Menschen schreibt, findet sie nicht immer überzeugend. Nicht nur bleiben Iacobonis Deutungen ihr wichtige Antworten schuldig, auch hält sie seine Versuche, solange sie nicht von unabhängigen Kollegen bestätigt wurden, schlicht für "Budenzauber". Vor diesem Hintergrund erscheinen Wübben die "hochtrabenden Selbstentwürfe" des Autors als "Neuro-Held" und seine Versuche, mit den Spiegelneuronen "alles und jedes" zu erklären, einfach unseriös.

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