Seit dem Beginn von Auslands- und Kampfeinsätzen der Bundeswehr in den 1990er Jahren kehrten über 300.000 Soldatinnen und Soldaten als Veteranen heim. Zurück in eine Gesellschaft, die ihren Kampfeinsatz zwar legitimierte, eine Wertschätzung aber vermissen lässt. Ca. 20 Betroffene erzählen, wie sie der Kampfeinsatz geprägt hat. Die berührenden Geschichten zeigen, wie eine solche Erfahrung das Leben positiv oder negativ verändern kann. Fachbeiträge bereiten zusätzliches Fachwissen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.12.2023
Über 500000 Menschen waren seit 1991 als Bundeswehrsoldaten bei Auslandseinsätzen aktiv, so Rezensent Lorenz Hemicker. 19 von ihnen portraitiert dieses Buch, das Marcel Bohnert, seines Zeichens Vorstandsmitglied des Deutschen Bundeswehrverbandes gemeinsam mit der Journalistin Julia Egleder verfasst hat. Das Ziel der Veröffentlichung besteht laut Rezensent offensichtlich darin, die Sensibilität der Öffentlichkeit für die schwierigen Bedingungen, unter denen deutsche Soldaten oft kämpfen müssen, zu erhöhen. Die Soldaten, deren Geschichten hier versammelt sind, dienten unter anderem in Afghanistan, erfahren wir, zu den Themen zählen Verletzungen und Posttraumatische Belastungsstörung sowie Frustration über unflexible Bürokratie und großsprecherische Politik. Aber es gibt auch Menschen, die Positives über ihre Erfahrungen im Einsatz zu berichten wissen, erläutert Hemicker. Was genau einen Veteranen zu einem Veteranen macht, lernt der Rezensent auch aus diesem Buch nicht, aber einen ersten Eindruck davon vermittelt dieses Buch durchaus.
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