Marc Wortmann

Der Witwentröster

Roman
Cover: Der Witwentröster
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2002
ISBN 9783462030716
Gebunden, 348 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Sie sind 80 Jahre alt und älter, sie stinken, sie treiben Unfug, und sie erinnern sich an nichts: die Witwen. Jan Oltrogge, der junge Zivildienstleistende, will sie zum Reden bringen. Er wäscht sie, er wirbt um sie, er erfüllt ihnen die ausgefallensten Wünsche. Doch als das alles nicht hilft, greift er zu anderen Methoden. Kein Ort, an dem man Abenteuer erwartet: die Luisenstiftung, ein Frauen-Altersheim in Altona. Aber was Jan Oltrogge, der Witwentröster, zu erzählen hat, ist außergewöhnlich und spannend: seine besessene Suche nach dem Geheimnis der Witwen...

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.06.2002

Einer Fallstudie gleicht dieser Debütroman, schreibt Nico Bleutge in seiner Besprechung. Obgleich der junge Autor durchaus eigene Erfahrungen hat einfließen lassen, ist das Buch "nichts weniger als eine Milieustudie oder ein flapsiger Ziviroman". Bleutge lobt es als "feines Buch über das Altwerden und die Schlacke der Erinnerung". Wie Wortmann die Konstellationen zwischen den Damen des Altenheims und ihrem 'Witwentröster' "mit kurzen, klaren Sätzen" protokolliert, hat ihm Eindruck gemacht. Um so mehr, als die genauen Schilderungen von einem "veritablen Sprachexperiment" begleitet werden: Raffiniert setzt der Autor seine Motive und variiert die Sprachbilder. "Eine interne Vernetzung strukturiert den Roman, die darüber hinwegzusehen hilft, dass es nicht wenige äußerst magere Abschnitte gibt." Sequenzen, so Bleutge, in denen "nur Beispiele angehäuft, kurze und kürzeste Anekdoten und Dialoge lustlos aneinander gereiht werden".
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