Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.11.2001
Bei diesem Buch handelt es sich, wie Anette Bingemer gleich zu Anfang feststellt, um einen echten "Insider-Bericht" aus dem Inneren der Uno. Eisele hat von 1994 bis 1998 in der "Uno- Hauptabteilung für friedenserhaltende Maßnahmen" gearbeitet und weiß nun Interessantes aus dem konkreten Alltag der Uno-Operationen zu berichten. Es zeigt sich, wie schwierig es sein kann, den einzelnen Ländern Friedenstruppen abzuringen, einmal etwa bekam die Uno auf 86 Anfragen für eine Mission in Burundi gerade mal 12 Antworten, von denen 6 Absagen waren. Eisele benennt die "Strukturschwächen" der Uno und bleibt doch, wie Bingemer betont, überzeugt davon, dass es keine grundsätzlichen Alternativen gibt. Die Rezensentin ist angetan von der Nüchternheit seines Berichts, seine Vorschläge zur Erweiterung des Sicherheitsrats hält sie jedoch für unrealistisch.
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