Klappentext
Aus dem Englischen von Klaus Berr und Cornelius Reiber. Sonny verdient sich seinen Lebensunterhalt auf einem Walfangschiff im Südatlantik. Der Alltag auf dem Ozean ist rau, er lehrt ihn die Zerbrechlichkeit des Daseins. Als er schließlich in seine Heimat zurückkehrt, auf die Shetlandinseln, um sich mit seiner Frau Kathleen und seinem Sohn Jack eine Existenz aufzubauen, liegt das schwere Erbe seiner Zeit auf See wie ein Schatten über der Familie. Viele Jahrzehnte später lebt Jack nach dem tragischen Tod seiner Eltern ein zurückgezogenes Leben im alten Cottage der Familie. Jack ist wie die karge Landschaft um ihn herum: stoisch und schweigsam, immer schon da. All seine Gefühle wandern in die Country-Songs, die er selbst schreibt und die er in einem anderen Leben auf der Bühne gesungen hätte. Bis eines Tages eine geheimnisvolle Schachtel vor seiner Tür liegt und eine Freundschaft mit der jungen Nachbarstochter beginnt, die Jack eine neue Perspektive auf seinen Platz in der Welt eröffnet.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info)
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 02.07.2026
Malachy Tallack ist auf den Shetlandinseln aufgewachsen, weiß Rezensent Volker Weidermann, das merkt er auch dem Roman des Autors und Songwriters an: Sein Protagonist Jack hat die Eltern bei einem Bootsunglück verloren, an dem ein riesiger Wal beteiligt war. Tallacks Roman erzählt von der "majestätischen Gleichgültigkeit" der rauen Natur, von Jacks Melancholie, der Sänger werden will, aber dessen Songs niemanden interessieren, schildert Weidermann, der sich in diesem Buch "schön verlieren" kann. Die Kapitel erzählen abwechselnd vom Leben der Eltern und von dem, was bei Jack alles nicht läuft - die Waljagd, die beängstigende Stille der Natur, unerfüllte Liebe. Die Songs, die thematisiert werden, sind außerhalb der Fiktion übrigens von Tallack selbst und können bei Streamingdiensten gehört werden, fügt der Kritiker noch an.
Kommentieren

