Ausgehend von philosophischen Gedanken um 1848 zeigt diese Biographie das Entstehen des Sozialismus anhand des Lebenswegs eines seiner berühmtesten Begründer. In der Internationale stellt sich Bakunin gegen den Autoritarismus von Marx. Er ist der erste, der aus der Organisation ausgeschlossen wird, die später zur Kommunistischen Partei werden wird. Wie ist ein russischer Aristokrat, ein junger Romantiker, der bei seinen heißgeliebten Schwestern im kultivierten Milieu des "Paradieses" von Prjamuchino erzogen wurde, zum Vater der Anarchie geworden?
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 14.10.1999
Was für ein Verriss! Fritz J. Raddatz belegt Madeleine Grawitz` Bakunin-Biografie mit bösen Worten: "Man liest und liest, alles ist so exakt und akribisch und herbeigelesen, so zusammengetragen wie ein Kölner Dom aus Streichhölzern." Das Buch ersticke an seinen peniblen Fakten. Dass Grawitz Politologin ist, gereicht ihr nach Raddatz nur teilweise zum Vorteil - etwa wenn sie Bakunins Auseinandersetzung mit Marx behandelt. Diese Passagen hält er tatsächlich für hervorragend, brilliant, überzeugend. Doch wenn es darum geht, ein temperamentvoll gemaltes Porträt zu entwerfen, so Raddatz, versagt die Professorin. Da fehlt ihm die Farbe. Nichts, meint Raddatz, würde einen an dieser Biografie rühren, weder zu Tränen noch zum Lachen, so dass er rufen möchte: "Madame, geben Sie Tränenfreiheit".
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