"Die Worte sehen / unsrem Leben zu - // unverwandt / stumm / gnadenlos // mit den Augen / der unsterblichen Kinder / die wir einmal / gewesen sind"
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.06.2008
Höchste Zeit für diesen Dichter, meint Wulf Segebrecht. Immerhin kennt er von Ludwig Steinherr bereits zwölf Gedichtbände, und Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste ist der Autor auch. Was Segebrecht indessen wirklich für Steinherr einnimmt, ist dessen dialektische Sicht, die einiges neu und anders erscheinen lässt als gewohnt. Wenn dem beiläufigen Beginnen in diesen Gedichten die existentielle Pointe folgt, wenn die ins poetische Bild gefasste Alltagsbeobachtung umschlägt ins "göttlich Große", freilich ohne "fromme Botschaft", sieht sich der Rezensent ein ums andere Mal überrascht und zum Nachdenken gebracht.
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