Aus dem Dänischen von Ursel Allenstein. Im Sommer 1985 verschwinden die dänischen Teenager Lulu und Lisbeth auf der Überfahrt nach England spurlos. Eine Suchaktion über Landesgrenzen hinweg verläuft im Nichts. Jahrzehnte später fällt Nora Sand, die in London für eine dänische Zeitung arbeitet, ein Foto der beiden in die Hände: Es zeigt die Mädchen in der Zeit nach ihrem Verschwinden. Nora lässt die Geschichte nicht los. Ihre Recherchen beginnen in Dänemark, wo die Mädchen in einem Heim aufwuchsen. Und führen zu dem englischen Frauenmörder Bill Hix. Der verbüsst im berüchtigten Gefängnis Wolfhall eine lebenslange Haftstrafe.
Nora ahnt nicht, welche Konsequenzen ihre Nachforschungen haben. Die Suche nach der Wahrheit ist gefährlich.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.06.2017
Lone Theils Debütroman "Das Mädchen von der Englandfähre" erscheint Rezensent Hannes Hintermeier wie ein nicht besonders gelungener "Krimiwurstsalat". Denn auch wenn sich die dänische Autorin in ihrer Geschichte um die Journalistin Nora Sand, die in einem Fall um einen brutalen Serienmörder ermittelt, unverhohlen bei Stieg Larsson, Jussi Adler-Olsen und Thomas Harris' "Schweigen der Lämmer" bedient, will keine rechte Spannung aufkommen, bemängelt der Kritiker, der sich mitunter in langen Aufzählungen von Zutaten für "biologisch-dynamische Abendessen" verfängt. Die "interlineare" Übersetzung findet Hintermeier außerdem "lausig".
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