Aus dem Schwedischen von Christel Hildebrandt. Sie erreichen London um 16.50 Uhr an der Paddington Station. Der fast 70jährige Leonard Vernim und seine amerikanische Lebensgefährtin Maud. Leonard ist schwerkrank - und Maud ist besorgt. Und zwar mehr, als es die Lage sowieso schon erfordern würde. Irgend etwas Geheimnisvolles geht vor sich, irgendetwas verschweigt ihr Leonard. Ein großes, wahrscheinlich letztes Geburtstagsfest hat er geplant. Auch ihre beiden Kinder aus erster Ehe sind eingeladen - die neurotische Irina, der ständig an Geldmangel leidende Gregorius. Sowie zwei mysteriöse Gäste, deren Namen sie nicht kennt. Gleichzeitig geht ein Serienmörder in der Stadt um - es braut sich etwas zusammen unter dem Himmel von London.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.01.2014
Etwas kryptisch kommt Stephan Opitz in seiner Besprechung daher. Möglich, dass das mit Hakan Nesser und seinem neuen Roman zu tun hat, sehr gut möglich sogar. Denn Opitz ist sich nach dieser Lektüre nicht mehr sicher, in welches Fach Nesser gehört. Ist er noch Krimi- oder schon pikaresker Autor? Oder ist Nesser einfach ein ganz großer Epiker in skandinavischer Tradition? Für letzteres spricht laut Opitz, dass Nesser in diesem Buch um eine nahezu klassisch arrangierte Testamentseröffnung mit Folgen dem Spiel von Zeit und Zufall näher denn je kommt. Auch Nessers dramaturgisches Geschick beim Umgang mit diversen Rahmengeschichten findet Opitz beachtlich und lesenswert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 10.01.2014
Den Autor kennt Sylvia Staude als einen der feinsten Krimispezialisten Skandinaviens. Dass sich Hakan Nasser mit diesem Buch eines anderen Genres annimmt, ist für sie zunächst einmal interessant. Schade nur, findet die Rezensentin, die während der Lektüre zunehmend von Enttäuschungen und Ermüdungserscheinungen geplagt wird, dass der Autor das Fantasygenre hier schlicht überinterpretieren muss. Allzu ambitioniert erscheinen Staude die vielen erzählerischen Verschachtelungen im Buch, und die Verflüssigung der Grenze zwischen Realität und Fiktion geht ihr entschieden zu weit. Wozu all die Mätzchen und Anspielungen, wenn die Story an sich spannend genug ist, fragt sich die Rezensentin.
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