Aus dem Amerikanischen von Andrea Stumpf. Beaumont, Texas, Golfküste, Mitte der Siebziger. Die junge Privatdetektei "Phelan Investigations" ist dringend auf Aufträge angewiesen, und seien sie noch so seltsam und schwierig. Für einen Klienten, der anonym bleiben will, sollen Delpha Wade und ihr Boss Tom Phelan seinen lange verschollenen Bruder finden. Ein einfacher Fall von Familienzusammenführung? Falsch. Je tiefer die beiden graben, desto undurchsichtiger und mysteriöser wird die Affäre. Nur eines ist klar: Einer der Brüder scheint ein ziemlich übler Killer zu sein. Aber welcher von beiden? Nur gut, dass zu Delphas besten Eigenschaften ihre Sensibilität zählt - und deswegen hört sie einem jungen Mädchen ganz genau zu. Denn dieses Mädchen kann den Menschen ganz tief ins Herz schauen, selbst ins schwärzeste.
Den Pep des ersten Bandes kann Sandlin mit ihrer flotten Schreibe durchaus beibehalten, der Roman liest sich luftig und locker in einem Schwung weg. Thekla Dannenberg in Mord und Ratschlag
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 25.03.2020
Rezensentin Sylvia Staude gefällt Lisa Sadlins weibliche Ermittlerin mit allerhand Ecken und Kanten und wenig Respekt vor der männerdominierten Welt im Texas der 70er Jahre. Dass die Heldin schon mal mit der Whiskeyflasche zuschlägt, nicht zimperlich ist, findet Staude erfrischend, ebenso Sadlins Erzählweise mit Anleihen bei Grusel und Noir, die sie als eigenwillig und vertrackt bezeichnet und bei der die Auflösung zur Nebensache wird.
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