Sie gelobten für "die große und edle Sache des Sozialismus zu arbeiten und zu kämpfen und das revolutionäre Erbe des Volkes in Ehren zu halten". Die beiden letzten Jahrgängen, die durch die Jungendweihe 1988 und 1989 auf eine sozialistische Zukunft vorbereitet werden sollten, sind heute Mitte zwanzig. Noch ehe sie erwachsen wurden, war die Mauer gefallen, die DDR am Ende und der Sozialismus eine Vision von gestern. Was ist aus ihnen geworden, wo ist sie, die letzte DDR-Generation, zehn Jahre nach der Wende?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.11.1999
Carsten Schneider, Ossi und jüngster Bundestagsabgeordneter der SPD, bespricht den Band lobend und stellt in den unterschiedlichen Interviews der Journalistin Gemeinsamkeiten fest. Mit einer gewissen Rührung, aber meist ohne Sentimentalität erinnern sich die hier befragten etwa 25jährigen ihrer Jugend in der DDR. Einige der Interviews referiert der Rezensent und kommt dabei auf Probleme wie den Rechtsextremismus, die Abwanderung und die Arbeitslosigkeit in den neuen Ländern zu sprechen. Am Ende warnt er seine Politikerkollegen vor den "gigantischen Problemen", die sie hier auch zehn Jahre nach der Wende noch zu bewältigen haben.
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