Cornelia von Nijenroode ist eine wohlhabende Handelsfrau im niederländischen Orient. Ohne Mann bleiben ihr viele Türen verschlossen, und so heiratet sie kurzentschlossen den zwielichtigen Joan Bitter. Nur wenige Tage nach der Hochzeit erkennt sie, dass dieser Mann nur eines will: ihr Geld. Cornelia sucht die Scheidung. Die beiden kämpfen mit Zähnen und Klauen. Atemlos verfolgt die feine Kolonialgesellschaft den in aller Öffentlichkeit ausgetragenen Ehestreit. Leonard Blussé? erzählt die wahre Geschichte einer Frau, die sich vor 300 Jahren gegen eine frauenfeindliche Gesellschaft zur Wehr setzt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.06.2000
In einer kurzen Besprechung attestiert der Rezensent mit dem Kürzel "upj" dem niederländischen Historiker Leonard Blussé, der diese Geschichte recherchiert und aufgeschrieben hat, mangelndes erzählerisches Talent, lobt aber die gute Recherche und die Herausarbeitung der Zeitlosigkeit dieses Ehedramas.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 25.03.2000
Höchst beeindruckt zeigt sich Esther Knorr-Anders von diesem Scheidungsdrama des 17. Jahrhunderts, das ihr nicht nur "hochmelodramatisch", sondern auch "hollywoodreif" vorkommt. Um dies näher zu erläutern, erzählt die Rezensentin die wahrlich ungeheure Lebensgeschichte der reich verwitweten, in Batavia (Jakarta) lebenden Cornelia Cnoll, die aus gesellschaftlichen Gründen einen gewissen Joan Bitter ehelichte. Dem kurzen Glück folgte eine 13 Jahre währende Ehehölle, in der von beiden Seiten sämtliche Register gezogen wurden und in der sogar Prügeleien des Paares auf der Straße nicht ungewöhnlich waren. Selbst nach der erzwungenen Ausreise des "Paares" nach Holland setzten sie ihre Streitigkeiten mit unverminderter Härte fort. Über Leonhard Blussés Umgang mit dem Stoff sagt die Rezensentin sehr wenig, sie beschränkt sich darauf, den Leser mit ihren Schilderungen über das Leben der Cornelia Cnoll neugierig zu machen.
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