Klappentext

Aus dem Englischen von Karl Bruckmaier, Ann Cotten, Wolfgang Farkas, Jens Friebe, Thomas Palzer, Sabine Reichel, Nicolai von Schweder-Schreiner, Carl Weissner und Wolf Wondratschek.
Das Buch der Sehnsüchte entstand größtenteils während eines fünfjährigen Aufenthalts von Leonard Cohen in einem zen-buddhistischen Kloster auf dem Mount Baldy im Süden Kaliforniens. Dort wurde er 1996 unter dem ironischen Namen Jikan - der Stille - zum Mönch ernannt. Die erstmals auf Deutsch veröffentlichte Sammlung von Gedichten, Epigrammen, Zen-Sprüchen, Songs und Essays wird ergänzt durch Zeichnungen und handschriftliche Texte eines der größten Singer/ Songwriter der Gegenwart. Ein poetisches Werk von höchstem Rang. Leonard Cohens erstes neues Buch seit 20 Jahren ist ein Gesamtkunstwerk: Gedichte und Zeichnungen des bekennenden Zen-Mönchs und berühmten Bohemiens. Cohens Lyrik ist subversiv und träumerisch, lakonisch und radikal. Ein Buch über Männer und Frauen, Meditation und Zigaretten, Lieben und Sterben, über Sehnsüchte und das Selbst.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.10.2008

Angenehm menschlich findet Alexander Müller diese, wie er schreibt, an das "Book Of Mercy" anknüpfende Gedichtsammlung von Leonhard Cohen. Wie der Autor und Songwriter hier die Ambivalenz des Verlangens auslotet und an der zenbuddhistischen Affektbeherrschung scheitert, erscheint ihm sympathisch. Nur manchmal kommt es ihm vor, als käme Cohen dem Kitsch gefährlich nahe, als sei Hochmut im Spiel bei den versammelten Poemen, Epigrammen, Song-Skizzen und Zen-Sprüchen. Ansonsten dankt er dem Autor für einige zärtliche und zornige, "melodiöse" Verse über die Liebe ("meist rhythmisch treffend übertragen") und Einsichten in den Schreibprozess eines melancholischen wie heiteren Songwriters.
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