Deutschland geht es schlecht. Schuld daran sind stets die anderen: Politiker, Manager, Gewerkschaften... nur wir nicht. Wir warten. Denn um zu verändern, müssten wir etwas aufgeben: Sicherheit. Notker Wolf prangert die deutschen Besitzstandswahrer an und zeigt, wie wir durch mehr Freiheit zu einer zukunftsorientierten Gesellschaft werden können.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.07.2006
Darüber, wie der oberste Benediktiner Notker Wolf die deutsche Kulturrevolution von '68 sieht, hätte Albert Schäffer gern mehr gelesen, als in diesem Buch. Gründe dafür hat er: Ihm gefallen der unsystematische Ansatz, mit dem das "Spannungsverhältnis" zwischen Spiritualität und Realität ausgelotet wird, die "stilistische Leichtfüßigkeit" und die Provokation der zentralen These. Deren Inhalt, wonach '68 zwar entscheidend war, aber in einem negativen Sinn: als Moment, als die "Vernunft verstoßen, an ihre Stelle die Natur auf die Altäre gesetzt und die Freiheit individualisiert" wurde, scheint bei ihm nicht auf taube Ohren zu stoßen.
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