Lawrence Wright

Dreizehn Tage im September

Das diplomatische Meisterstück von Camp David
Cover: Dreizehn Tage im September
Theiss Verlag, Darmstadt 2016
ISBN 9783806233810
Gebunden, 415 Seiten, 29,95 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Susanne Aeckerle. In dreizehn Kapiteln zeichnet der Pulitzer-Preisträger Lawrence Wright eine der Sternstunden der Diplomatie nach. Leicht war es nicht für die drei großen Staatslenker: Mal schrien sie sich an, mal wollten sie einfach nur noch gehen. Doch sie blieben: Menachem Begin, der orthodoxe Jude, dessen Eltern im Holocaust umgekommen waren, Anwar el Sadat, der fromme Muslim, und Jimmy Carter, der die Bibel auswendig kannte. Am 17. September 1978 unterschrieben sie den Friedensplan. Doch was hatte sie, die lebenslangen Feinde, veranlasst, sich schließlich doch zu vertrauen? Wright, der erstmals Zugang zu geheimen CIA-Quellen und Akten des US-Präsidenten erhielt, erzählt einfühlsam, wie brüchig die Verhandlungen am Anfang waren und wie das politische Geschick und die eigene Biografie der drei außergewöhnlichen Persönlichkeiten diesem Frieden Halt und Zukunft zu geben vermochten - bis heute.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.11.2016

Lesenswert findet Christoph Dorner das Buch des amerikanischen Journalisten Lawrence Wright nicht zuletzt, weil sich der Autor für seine Rekonstruktion der ersten Camp-David-Konferenz durch die umfangreiche Memorabilien-Literatur zum Nahostkonflikt geackert, jüdische wie arabische Quellen ausgewertet und Zeitzeugeninterviews geführt hat. Die angespannte Atmosphäre von Camp David kann er Dorner auf die Art vermitteln. Die formale Einteilung des Buches in die dreizehn Verhandlungstage scheint Dorner sinnvoll, die biografischen Exkurse zu den drei beteiligten Staatsmännern sorgen laut Rezensent dafür, dass sich das Buch wie eine szenische Nacherzählung liest, wie ein psychologisches Kammerspiel, und weniger wie eine Forterzählung des Dramas im Nahen Osten.

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