Lars Gustafsson

Risse in der Mauer

Fünf Romane
Cover: Risse in der Mauer
Carl Hanser Verlag, München 2006
ISBN 9783446207172
Gebunden, 957 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

"Warum zum Teufel wird unentwegt von mir verlangt, dass ich mich ändern soll? Warum geschieht nie etwas, das mich verändert?" Zum 70. Geburtstag von Lars Gustafsson erscheint sein "persönlichstes" Buch, die Romanpentalogie "Risse in der Mauer" in einem Band. Es sind versammelt: "Herr Gustafsson persönlich", "Wollsachen", "Das Familientreffen", "Sigismund" und "Der Tod eines Bienenzüchters". Eine Zeitreise durch die 60er und 70er Jahre des 20. Jahrhunderts.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 17.05.2006

Lars Gustafssons zum siebzigsten Geburtstag wieder aufgelegte Pentalogie "Risse in der Mauer" entnimmt Thomas Fechner-Smarsly vor allem ein "Lebensgefühl", eine atmosphärische Beschreibung der Siebziger hierzulande und quasi die "andere Seite des deutschen Herbstes". Mit sehr persönlichen Bezügen erzählt Gustafsson von der Liebe zu einer marxistischen Philosophiedozentin und dem Gefühl, an dem überall in der Luft liegenden revolutionären Gefühl nicht teilhaben zu können. Somit hat er, und das ist für Fechner-Smarsly offenbar kein Widerspruch, mit einer in Deutschland "ungekannten Leichtigkeit" eine "Melancholiegeschichte" derjenigen Intellektuellen geschrieben, die im revolutionären Mainstream nicht mitmachen konnten oder wollten. Der Rezensent schreibt Gustafssons großen Erfolg im deutschen Sprachraum auch hauptsächlich dieser Fähigkeit zu, heiter schwere Themen vorzutragen.
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