Kyrie McCauley

You are (not) safe here

Roman (Ab 14 Jahre)
Cover: You are (not) safe here
dtv, München 2020
ISBN 9783423740555
Kartoniert, 400 Seiten, 14,95 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Uwe-Michael Gutzschhahn. Tausende Krähen belagern die Kleinstadt Auburn, Pennsylvania, und es werden immer mehr. Alle Einwohner empfinden dies als Bedrohung - alle außer der 17-jährigen Leighton und ihren beiden jüngeren Schwestern. Denn die größte Gefahr lebt in ihrem Zuhause: ihr Vater, der immer wieder gewalttätig wird - und ihre Mutter, die schweigt und ihn nicht verlässt. Und die Nachbarn, die konsequent wegschauen. Leighton würde nichts lieber tun, als der Stadt den Rücken zu kehren, aber sie kann und will ihre Schwestern nicht zurücklassen. Denn eins ist klar: Irgendwann wird die Situation eskalieren...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.06.2020

Rezensentin Eva-Maria Magel empfiehlt das Buch von Kyrie McCauley als aktuellen Beitrag zum Thema häusliche Gewalt. Dass die Autorin eine Sprache findet, um eigene Erfahrungen zu berichten und in einen Jugendroman zu verwandeln, scheint ihr allen Respekt wert. Das (junge) Lesepublikum wird sensibilisiert, meint Magel, wenn die Autorin schildert, wie Angst und Schrecken einen Haushalt beherrschen und Kinder keinen Schutz finden. Eine "schlichte" Liebesgeschichte lockert das Geschehen auf, erklärt Magel, die den Stil der Geschichte zwischen magischem Realismus und Symbolismus zwar nicht immer überzeugend findet, das Buch aber allemal lesenswert.
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Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 31.01.2020

Rezensentin Sylvia Schwab hält Kyrie McCauleys Jugendbuch über häusliche Gewalt für einen überwiegend gelungenen Roman mit ein paar Schwächen. Eindrücklich und psychologisch differenziert, so Schwab, erzählt die US-amerikanische Autorin hier von der 17-jährigen Leighton, die mit einem cholerischen Vater und einer ihm unterwürfigen Mutter aufwächst. Dass die Erzählung dann aber um eine eher kitschige Liebesgeschichte zwischen Leighton und dem attraktiven Liam ergänzt wird, scheint Schwab weniger gelungen und bezeichnet Liams schwarze Familie als Idealbild von "Liberalität und Liebenswürdigkeit". Auch einige magische Anklänge (das Haus repariert die durch den Vater verursachten Schäden selbst) findet die Rezensentin unnötig und metaphorisch flach. Nichtsdestotrotz empfiehlt sie den Roman als packende, körperlich spürbare Lektüre, die das Bewusstsein für häusliche Gewalt vielleicht auch im eigenen Umfeld schärft, schließt sie.

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