Zwei Seiten eines Augenblicks
(Ab 14 Jahre)

dtv, München 2025
ISBN
9783423650465
Paperback, 192 Seiten, 16,00
EUR
Klappentext
Aus dem Englischen von Klaus Fritz. Davor sind Elk und Mab allerbeste Freundinnen, Seelenverwandte. Seit Mab Elk aus einem Hecken-Labyrinth "befreit" hat, sind sie unzertrennlich. Bis zu dieser katastrophalen Nacht nach der Party. Danach ist nichts mehr, wie es war. Die Freundinnen haben Angst, sich zu verlieren, obwohl sie sich immer noch nah sind, näher als jemals zuvor. So können sie jetzt sogar erstmals über Elks große Liebe sprechen. Über France, den großen Bruder von Mab. Davor konnte Mab das nicht ertragen. Und was wird aus all den anderen Plänen, die die Freundinnen hatten? Gibt es für sie überhaupt eine Zukunft und wie könnte die aussehen?
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (
Info)
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.10.2025
Jenny Valentine ist eine vielfach ausgezeichnete britische Jugendbuchautorin, weiß Rezensentin Anna Nowaczyk. In ihrem neuen Buch geht es um die besten Freundinnen Elk und Mab. Letztere ist bei einem Autounfall gestorben, lebt allerdings als Geist weiter, erklärt Nowaczyk. Valentine schreibt achronologisch, immer wieder werden Elemente aus dem Davor, als Mab noch gelebt hat, eingestreut, dann wieder ist das Danach präsent, in dem nur noch Elk mit Mab kommunizieren kann. Die Autorin erzählt hier überzeugend von Trauer und vom Wert der Freundschaft im Leben und darüber hinaus - die Kritikerin ist sehr zufrieden und lobt auch die zarte Liebesgeschichte, die sich noch entfaltet.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.10.2025
"So abgründig, todtraurig und dabei so schön" erzählt Jenny Valentine über die Jugend, wie kaum jemand anderes es kann, stellt Rezensentin Christine Knödler nach der Lektüre von "zwei Seiten eines Augenblicks" wieder einmal fest. Hier wagt Valentine noch mehr als in ihren vorherigen Jugendromanen, erzählt kunstvoll und zugleich einfühlsam vom Verlust, von der Vergänglichkeit, vom Weiterleben nach dem einen Augenblick, der die Zeit in ein Davor und Danach zerreißt und dabei auch eine unzertrennliche Freundschaft zu zertrennen droht, lesen wir. Doch da ist dieser rettende Zwischenraum zwischen den titelgebenden Seiten des Augenblicks, der Vergangenheit und der Zukunft, den die Autorin erzählerisch abschreitet - oder errichtet? Ein Raum, in dem die Freundinnen Elb und Mab auch nach dem fatalen Unfall einander begegnen können, in dem sie ihre Freundschaft rekapitulieren können, und aus dem Elb schließlich mit Hilfe ihrer Freundin einen Ausgang finden muss, in dem sie festhält und zugleich los lässt, schreibt die berührte Rezensentin.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 04.09.2025
Rezensent Volker Weidermann freut sich über ein Buch der britischen Autorin Jenny Valentine, das ihm die Magie der Freundschaft eindringlich zeigt: Die beiden Freundinnen Elk und Mab, eigentlich Elena und Mabel, haben sich in einem Labyrinth kennengelernt, aus dem Mab Elk befreit hat. Es scheint, als wären die beiden perfekt ineinander passende Puzzleteilchen, die nicht ohne einander können und zusammen jedes Hindernis überwinden. Doch dann passiert ein Unfall, den Mab nicht überlebt, Elk bleibt zurück, fängt aber irgendwann an, ihre Freundin in Geister-Form zu sehen, erfahren wir. Für den Kritiker ist das besonders schön, weil es sich dem Spalt zwischen dem, was wir über den Tod wissen und dem, was wir hoffen, widmet, und weil es so lebensbejahend ist, wie er schließt.