Kurt Aebli

Tropfen

Gedichte
Cover: Tropfen
Edition Korrespondenzen, Wien 2014
ISBN 9783902951045
Broschiert, 120 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Ein Glockenton, die schweren Tropfen des Schneeregens - von einfachen, unauffälligen Dingen handeln Kurt Aeblis Gedichte, von auf Spaziergängen zufällig Vorgefundenem: ein laubgelber Gehweg, ein erfrorener Wasservogel, oder von Alltäglichem: die grellen Stimmen der Stadt, der liebevoll zärtliche Umgang der Zugreisenden mit ihrem Mobiltelefon. Doch Aebli sieht die Dinge in ungewohnter Weise neu. Seinem offenen, nichts Bestimmtes suchenden Blick zeigt sich im scheinbar Vertrauten das Unvertraute. Und im Entdecken des noch nie Gesehenen sieht auch der Betrachter sich neu. Ihren Dreh- und Angelpunkt haben diese Gedichte in der Vergänglichkeit von Welt und Existenz, dem Nichts, das sich zugleich als ungeahnte Fülle entpuppt, als Fülle des Augenblicks, "für den alles sich lohnt", den aber letztlich doch "kein Wort fasst".

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 23.07.2014

Mit Kurt Aeblis Gedichten lernt Martin Zingg das Gehen und Unterwegssein und vor allem das Nachdenken dabei. Wie der Autor etwa ganz ohne Schielen nach Dunklem oder Pointen Arten der Verständigung erkundet oder verlorene Zusammenhänge sucht, hat den Rezensenten beeindruckt. Überrascht über unvermittelte Blickverschiebungen, gebrochene Verszeilen und lautliche Verschiebungen vermag der Rezensenten Alltagsereignisse anders zu sehen. So ist der Band für Zingg eine unaufdringliche wie präzise und sogar vergnügliche Wahrnehmungskunde.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.05.2014

Mit Kurt Aeblis neuem Gedichtband "Tropfen" erlebt Rezensent Nico Bleutge zahlreiche Momente von besonderer Intensität. Er beobachtet, wie der Dichter versucht, Augenblicke in Worte zu bannen, feinsinnige Metaphern verwendet, um Widersprüchliches in Worten zu vereinen, und geradezu meditativ durch Städte und Landschaften streift, Bewegungen, Geräusche und Empfindungen notiert oder dem "Knistern im Innern / der Worte" nachspürt. Der Kritiker findet ebenso abstrakte wie absurde Bilder, muss aber gestehen, dass ihm manch ein Begriff zu sehr mit Bedeutung aufgeladen ist. Dennoch kann er diesen feinen Band nur unbedingt empfehlen.
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