Loseblatt-Sammlung mit Notenbeispielen. Herausgegeben von Hanns-Werner Heister und Walter-Wolfgang Sparrer. An diesem Lexikon sind mehr als 180 internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligt, die vor dem Hintergrund der besonderen historischen und kulturellen Zusammenhänge auch der nicht-europäischen Musik Einsicht in das jeweilige kompositorische Schaffen bieten. Bei der Auswahl der Komponisten sind Internationalität und Pluralität maßgebend; neben Klassikern des Jahrhunderts erscheinen zu Unrecht Verdrängte. Dieses umfassende und lebendige Nachschlagwerk richtet sich an Musiker und Komponisten, an Musikpädagogen und Musikwissenschaftler, an Journalisten, Redakteure und Dramaturgen, aber auch an alle interessierten Konzert- und Opernbesucher.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.08.2003
Im Prinzip ist so ein Lexikon in Ringbuchform eine schöne Sache, findet Fritz Muggler. Auch wenn sein Erscheinungsbild (abwaschbares Plastik) vielleicht weniger hermache als ein gebundener Wälzer, lässt sich dieses Lexikon stets aktualisieren, indem neue Blätter und Daten eingefügt oder sogar ersetzt werden können. Ein sehr praktikables und hochseriöses Verfahren für Muggler, das allerdings, so gesteht er, einen kleinen "Schönheitsfehler" hat: das Lexikon wurde als 'work in progress' konzipiert und weist auch heute noch - bei sechs vollen Bänden a tausend Seiten - erhebliche Lücken auf, bemängelt er. Gerade für die Schweiz, Italien und Ungarn seien wesentliche Mankos zu verzeichnen, wohingegen entlegene Gegenden mit hierzulande unbekannten Namen weit zahlreicher und ausführlicher behandelt seien. Dagegen sei überhaupt nichts einzuwenden, beeilt sich Muggler zu sagen, solange auch das Fundament der europäischen Moderne gesichert werde. Hier müssten sich die Herausgeber ranhalten, mahnt er, denn die Aufbauphase müsste nun eigentlich abgeschlossen sein.
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