Klaus Werle

Die Perfektionierer

Warum der Optimierungswahn uns schadet - und wer wirklich davon profitiert
Cover: Die Perfektionierer
Campus Verlag, Frankfurt am Main 2010
ISBN 9783593390932
Kartoniert, 256 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Immer mehr Menschen streben das perfekte Leben an, für sich und bereits für die eigenen Kinder - ob es um Fitness, Schönheit, Jugendlichkeit, schulische oder berufliche Erfolge geht. In seinem Augen öffnenden Buch zeigt Klaus Werle, wer davon wirklich profitiert: eine Industrie aus privaten Bildungsanbietern wie Nachhilfeinstituten, Privatschulen und Karriere-Coaches. Die Unternehmen, für die wir in Schule, Studium und Beruf das Letzte geben und denen wir als aktive Kunden freudig teure Serviceleistungen abnehmen. Und nicht zuletzt der Staat, der weniger für Gesundheit und Renten ausgeben muss, sowie ganze Branchen, die vom Wunsch nach dem Besonderen und ethisch Guten leben. Doch der Perfektionswahn hat bislang unbekannte prekäre Folgen für den Einzelnen, die Wirtschaft und die Gesellschaft.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.01.2010

Durchaus lesenswert findet Winfried Kretschmer das Buch "Die Perfektionierer" des Wirtschaftsjournalisten Klaus Werle. Laut Rezensent will der Autor den Trend entlarven, das eigene Leben einem ständigen Optimierungszwang zu unterwerfen. Einem solchen Denken sei es zu verdanken, dass der Unternehmer zum neuen Leitbild geworden sei, zitiert Kretschmer den Verfasser des Buches. Werles Intention, so der Rezensent, sei es, ein "gesellschaftliches Grundmuster" herauszuarbeiten, die die gefährlichen Folgen einer Optimierung aufdeckt: einem Idealbild nachzujagen, das Gleichförmigkeit erschafft. Für ein solches Land, in dem es mit Kreativität und Individualität den Bach runter geht, sieht Kretschmer schwarz und empfiehlt deshalb das Buch des Wirtschaftsjournalisten.

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