Mit einem Geleitwort von Ernst Nolte. Josef Goebbels und Walter Ulbricht zogen im Hintergrund die Fäden. Kommunisten und Nationalsozialisten arbeiteten in den letzten Tagen der Weimarer Republik massiv zusammen: Beim Streik der Berliner Verkehrsbetriebe, der am 3. November 1932 ausbrach und das gesamte Verkehrssystem der Reichshauptstadt lahmlegte. Unmittelbar vor der letzten uneingeschränkt freien Reichstagswahl.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.04.2008
Wolfram Pyta begrüßt die Neuausgabe von Klaus Rainer Röhls vor 15 Jahren erstmals erschienenem Buch über den Berliner BVG-Streik von 1932, bei dem Kommunisten und Nationalsozialisten gemeinsame Sache machten. Während er die Wirkung des gemeinsamen Zweckbündnisses gegen die bestehende Ordnung auf die politische Führung der Republik zurückhaltender bewertet als der Autor, stimmt er dessen Thesen über die Ursachen der zeitweiligen Zusammenarbeit von KPD und NSDAP bei diesem militanten Streik weitgehend zu. Überzeugend findet er die Darstellung des jeweiligen parteipolitischen Kalküls der beiden Parteiführungen. Allenfalls die Rolle von Goebbels sieht Pyta anders, was auch daran liegt, dass Röhl auf eine für die Öffentlichkeit bestimmte Version von Goebbels Tagebüchern zurückgreift. Im Blick auf die vor einigen Jahren erschienenen Originaltagebücher hätte er sich hier eine Überarbeitung der Studie gewünscht. Besonders erhellend findet er die Abschnitte über das "revolutionäre Maulheldentum" der KPD.
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