"Ich kenne ihn nicht, auch nach beinahe 25 Jahren kenne ich ihn nicht", denkt Ruth, als sie am Krankenbett ihres Mannes sitzt und Stoßgebete spricht. Dass er hier liegt, zwischen Leben und Tod, ist ihr Werk. Sie ist ausgeflippt, weil sie seine Untreue nicht länger ertragen konnte, die in den Siebzigerjahren so hoffnungsvoll begonnen hatte. War alles, was sie damals dachten, träumten und diskutierten, nur Illusion? "Das Buch Ruth" ist der Roman einer turbulenten Zeit, die literarisch lange unbeachtet blieb. Lakonisch, detailgenau und mit viel Sinn für Komik stellt Huizing die Konflikte einer Generation dar, die gegen Rüstung und Atomkraft aufbegehrte, ihre größten Erfolge und Enttäuschungen aber auf den Schlachtfeldern der Liebe erlebte.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…