"Ich kenne ihn nicht, auch nach beinahe 25 Jahren kenne ich ihn nicht", denkt Ruth, als sie am Krankenbett ihres Mannes sitzt und Stoßgebete spricht. Dass er hier liegt, zwischen Leben und Tod, ist ihr Werk. Sie ist ausgeflippt, weil sie seine Untreue nicht länger ertragen konnte, die in den Siebzigerjahren so hoffnungsvoll begonnen hatte. War alles, was sie damals dachten, träumten und diskutierten, nur Illusion? "Das Buch Ruth" ist der Roman einer turbulenten Zeit, die literarisch lange unbeachtet blieb. Lakonisch, detailgenau und mit viel Sinn für Komik stellt Huizing die Konflikte einer Generation dar, die gegen Rüstung und Atomkraft aufbegehrte, ihre größten Erfolge und Enttäuschungen aber auf den Schlachtfeldern der Liebe erlebte.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…