Mit Sprache Ausgrenzung und Mobbing überwinden. Der Clou: Alles läuft zunächst einmal über die Sprache selbst. Denn im Haus, wo alle Buchstaben wohnen, werden die Umlaute und das Eszett ausgegrenzt und gemobbt. Sie sind "irgendwie komisch" und gehören nicht richtig zum ABC dazu. Das macht sie traurig und wütend zugleich. Die Konsequenz: Im dunklen, muffigen Keller des Sprachhauses planen die verfemten Buchstaben heimlich den Aufstand! Alle anderen Vokale und Konsonanten sollen verschwinden!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.01.2021
Man muss kein Philologen-Sohn und keine Linguisten-Tochter sein, um sich vom "Aufstand der Umlaute" mitreißen zu lassen, glaubt Rezensent Alexander Kosenina, seinerseits Germanistik-Professor in Hannover. Denn genau darum gehe es Daniel K.W. Trepsdorf: Mit seiner herrlichen Geschichte über den Kampf der Umlaute für mehr Anerkennung und Gleichberechtigung weckt der Autor ein Bewusstsein für Sprache, und mehr noch: Er fördert und fordert auch den Gerechtigkeitssinn seiner jungen Leser und Leserinnen. Einfallsreich, klug, "ansprechend wie anspruchsvoll" ist dieser Text, meint Kosenina, und auch die fantasievollen Illustrationen findet wunderbar.
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