Er ist klein, winzig, ja geradezu mickrig - der Herr Fliege aus Calummer. Ist kümmerlich, absonderlich, kaum größer als sein Hund. Da wundert es nicht, dass eins bei ihm Riesengröße hat: der Kummer. Denn keiner bemerkt ihn, nicht Mann noch - was für eine besondere Qual - Frau. Einsam ist er, der Herr Fliege, und er wäre an seinem Alleinsein gestorben, wenn, ja wenn...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.04.2007
Der winzige Herr Fliege, das ist die unglaubliche Geschichte, frisst die ganze Welt auf und zuletzt noch die Sonne. Da sitzt er dann dick und allein im Universum - freilich nicht ganz allein, ein Mädchen hat er übersehen, das ihn in den Bauch piekst. Da platzt der Herr Fliege und die ganze Welt purzelt wieder aus ihm heraus. Als große Stärke der Illustrationen der Grafikerin Maja Bohn preist Rezensent Tilman Spreckelsen, dass sie "vor nichts halt" macht und der Entwicklung Herrn Flieges vom Winzling zum "gargantuesk grinsenden Genießer" mit allem Willen zur Drastik zu folgen bereit ist. Natürlich warnt diese "Parabel", so Spreckelsen, vor dem gierigen Habenwollen und dem Willen zur Macht, der schneller als man denkt für Einsamkeit sorgt.
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