Herausgegeben von Christian Boeser, Thomas Schörner und Dirk Wolters. Die "Kinder des Wohlstands" - die heute ca. 30-Jährigen - sind dabei, ihren Wohlstandszenit zu überschreiten. Die sozialen, ökologischen und ökonomischen Folgen der bisherigen Lebens- und Wirtschaftsweise in den Industriegesellschaften beginnen, den Wohlstand zu untergraben. Doch wie reagiert unsere Gesellschaft auf sinkende Verteilungsspielräume? Es fehlt eine Diskussion über zukunftsverträgliche Definitionen von Wohlstand und Lebensqualität. Dieser Diskussion stehen einige "Mythen" im Weg - vorgefertigte, reflexhaft vorgebrachte und allzu optimistische Antworten auf Fragen z. B. nach der Beherrschbarkeit ökologischer Probleme, dem Wohlstandsgefälle zwischen Nord und Süd oder der Krise der Arbeitsgesellschaft. Neben den Herausgebern beteiligen sich in diesem Buch mehrere junge Autoren mit ganz unterschiedlichen fachlichen und persönlichen Hintergründen an der geforderten Diskussion.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.07.2001
Problembewusstsein in Sachen Ökologie gibt es genug, behauptet Winfried Kretschmer, bloß fehle es an neuen Handlungsmustern. Das ist wohl auch den drei Herausgebern und Hauptautoren des rezensierten Buches aufgefallen, die dieser Frage im ersten Teil ihrer Studie nachgehen und laut Kretschmer drei Gründe ausfindig machen: 1. Mythos Technik, 2. Mythos Abschottung von der Dritten Welt, 3. Mythos Vollbeschäftigung. Hieran sieht man schon, so Kretschmer leicht gelangweilt, worauf das Buch hinauslaufe: auf die altbekannte Verzichtsthese. Ihm missbehagt die pessimistische Grundhaltung der Umweltbewegten, und umso dankbarer ist er für den zweiten Teil des Buches, der den ökologischen Fokus ins Gesellschaftliche hin öffnet. Dort erzählen nämlich zwölf Autoren, allesamt "Kinder des Wohlstands", wie sie sich den gesellschaftlichen Wandel von einer materiellen zu einer postmateriellen Gesellschaft vorstellen. Ihre Beiträge zeigen, so Kretschmer, dass der Wertewandel auch in der Wirtschaft längst begonnen hat.
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