Vorwort von Karl Koch und Eberhard Schneider, Illustrationen von Sam Pellissier. Bearbeitet von Ayten Acikgüz und Eberhard Schneider. Mit 350 Fotos. Das Buch befasst sich mit dem unbeachteten Typ Kampf, der sich bei uns täglich und 100.000mal im Jahr mit zahlreichen Verletzungen und Todesfällen ereignet. In diesem Ritualkampf ist der typische Kampfsportler dem skrupellosen Straßenschläger fast immer unterlegen. Kernspecht erklärt weshalb, macht die atavistischen Rituale und Phasen solcher einseitigen Sekundenkämpfe transparent, zeigt Wege auf, wie man die Situation visuell oder verbal oder durch Körpersprache entschärft. Er weist aber auch darauf hin, dass es Personen gibt, die z.B. aufgrund von Alkohol oder Drogen nur durch noch größere Gewalt gestoppt werden können. Als ultimatives Mittel gegen solche Bedrohung hat er ein einzigartiges und von den Polizei-Eliteeinheiten erprobtes Trainingsprogramm erstellt, das aus sehr wenigen, hochwirksamen Techniken besteht, die den Angreifer "blitz"-schnell kampfunfähig machen. Um dieses Programm zu entwickeln, hat der Autor Erkenntnisse der erfolgreichsten Ringer, Karatekämpfer, Boxer, Spezialeinheiten, Türsteher, aber auch gerichtsbekannter Schläger mit seiner eigenen über 40jährigen Erfahrung als Kampfkünstler, Polizeibeamter, Leibwächter bzw. Leiter einer Personenschutzagentur, Professor für Pädagogik und Sportwissenschaften an ausländischen Universitäten und Gastlehrer int. Elite-Polizeieinheiten verglichen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.11.2000
Ernst Horst stellt das Buch, dass über Verteidigungsstrategien in akuten Gefahrensituationen informiert, als "pragmatischen Leitfaden" vor. Dabei ist der Band allenfalls ein "Anfang" und kann Kampfsporttraining nicht ersetzen, so der Rezensent, der die "praxisnahe" Anleitung für den Ernstfall lobt. Von Wing Tsun, einer chinesischen Kampfsportart, inspiriert, wolle es nicht in diesen Kampfsport einführen, sondern "Tricks" vermitteln, mit denen man sich selbst verteidigen kann. Wenn ihn auch der hohe Anteil an "Eigenwerbung und Reklame für die Freunde" des Autors stören, so sieht der Rezensent dennoch den praktischen Nutzen des Buchs, zumal es auch den strafrechtlichen Horizont nicht vernachlässige.
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