Klappentext

Mit zahlreichen Abbildungen. Naturistin, Kunstfliegerin, Tante Sex: Heute hat Beate Uhse Kultstatus, in den 70er-Jahren war sie geächtet. Die Pionierin der sexuellen Aufklärung hat aus dem Nichts ein internationales Imperium aufgebaut und gilt als erfolgreichste deutsche Geschäftsfrau des 20. Jahrhunderts. Ende der 40er-Jahre startete die engagierte Aufklärerin mit dem Verkauf von Broschüren über Verhütungsmethoden und hatte bald das Startkapital, um ihr Versandgeschäft für "Ehehygiene" auszubauen. Bald hatte Uhse über eine Million Kunden. Sie eröffnete den ersten Sex-Shop der Welt. Doch privat lief nicht immer alles so, wie es sich 'Tante Sex' gewünscht hätte.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 15.10.2019

Rezensentin Edith Kresta hat Katrin Rönickes Beate-Uhse-Biografie mit Gewinn gelesen. Rönicke, hauptberuflich Bloggerin und Journalistin, hat gründlich recherchiert, sie bezieht sich auf Zeitzeugen-Gespräche, Uhses Autobiografie und Elizabeth Heinemans "Before Porn was legal", informiert die Kritikerin, die hier nicht nur nachliest, wie sich Uhse zunächst als Pilotin ausbilden ließ und noch mit 75 Jahren den Tauchschein machte, sondern vor allem erfährt, wie Uhse ihr Erotikgeschäft aufzog: Zu Bestellungen legte sie Kondome, gelegentlich auch einen Brief, erfährt Kresta. Von den Widerständen, gegen die Uhse zu kämpfen hatte, liest Kresta hier ebenfalls.