Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 05.09.2003
Insgesamt ist Rezensent Andreas Eckert recht beeindruckt von dieser Habilitationsschrift. Die Autorin Katja Füllberg - Stollberg stellt darin dar, wie sich die Ambivalenz zwischen Hinwendung und Distanz zum afrikanischen Kontinent wie ein roter Faden durch die gesamte afroamerikanische Geschichte zieht, erklärt Eckert. Diese Beziehung hat sich in der Darstellung der Autorin vor allem mit der jeweiligen ökonomischen und politischen Situation der Afroamerikaner in den USA gewandelt. Ein wenig "spröde" findet Eckert die Arbeit schon, was vor allem an der trockenen Sprache der Autorin und ihrem "Hang zur Redundanz" liege. "Faszinierend" sei es aber trotzdem, in dieses "zumindest hierzulande weitgehend unbekannte Kapitel der atlantischen Geschichte" einzutauchen, findet Eckert. Insgesamt solide belegt und ausführlich diskutiert seien auch die Einflüsse der Afroamerikaner auf die Missionstätigkeit in Afrika, die Einflüsse auf das afrikanische Bildungssystem und die zunehmend kolonialkritische Haltung gegenüber den Machenschaften der Kolonialmächte, zum Beispiel im Kongo, resümiert der Rezensent.
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