Katherine Mansfield

Katherine Mansfield: Sämtliche Werke

In einer deutschen Pension. Das Gartenfest. Das Taubennest. Etwas Kindliches
Cover: Katherine Mansfield: Sämtliche Werke
Gerd Haffmans bei Zweitausendundeins, Frankfurt am Main 2009
ISBN 9783861508267
Gebunden, 1050 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Heiko Arntz, Ute Haffmans und Sabine Lohmann. "Die neuere englische Literatur verdankt den Frauen viel, und eine der eigenartigsten Begabungen war Katherine Mansfield", befand schon früh Hermann Hesse. "Die neuere englische Literatur verdankt den Frauen viel, und eine der eigenartigsten Begabungen war Katherine Mansfield", befand schon früh Hermann Hesse. Jetzt erscheint nur bei uns die vollständige Neuübersetzung sämtlicher Erzählungen. Manches erstmals auf Deutsch, vieles zum ersten Mal in lesbarer Übertragung.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.11.2009

Tobias Döring freut sich nachdrücklich darüber, dass Katherine Mansfields Gesamtwerk, von denen viele Texte durchaus in Einzelausgaben zu haben sind, nun in einem Band vorliegen. Der Rezensent lässt noch mal den Lebensweg der 1888 in Neuseeland geborenen Autorin Revue passieren und zeichnet sie als einen unsteten, unabhängigen Geist, für die das Probieren verschiedenster Lebensentwürfe zum Motor ihres Schreibens wurde. Anhand der Ausgabe kann man nun die kühlen und präzisen Beobachtungen der Autorin, die ein scharfes Auge für Seelenzustände hatte, bewundern, jubelt Döring. Für ihn liegt in der Darstellung des "irritierenden Unentschieden", das Mansfields Protagonisten prägt, die ganze Meisterschaft der Autorin, die für ihn insbesondere eine vollendete Beherrscherin der Short Story ist. Durchweg lobenswert sind in Dörings Augen auch die Übertragungen ins Deutsche von Heiko Arntz, Ute Haffmans und Sabine Lohmann.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.04.2009

Thomas Steinfeld freut sich, dass der Verlag Zweitausendeins Katherine Mansfields Gesamtwerk in neuer Übersetzung herausgibt, denn er meint, dass der 1888 in Neuseeland geborenen und 1923 mit nur 34 Jahren gestorbenen Schriftstellerin hierzulande nicht die ihr gebührende Beachtung geschenkt wird. Am Beispiel der Erzählung "Flitterwochen" streicht der Rezensent heraus, wie präzise die Autorin beobachtet und wie feinfühlig sie die Diskrepanz zwischen eigenem Anspruch und Realität der Figuren schildert. Mit einem einzigen Gedankenstrich beispielsweise gelinge es  Mansfield, das ganze "zittrige" Verlangen nach Glück und die Ahnung eines Scheiterns zu markieren, schwärmt der Rezensent. Dass die Autorin das ohne jegliche Bosheit oder Gemeinheit, sondern vielmehr aus einem scharfsinnigen Interesse heraus tut, ist Steinfeld ungemein sympathisch, und er stellt fest, dass es Mansfield bei ihren Geschichten ohnehin weniger um die Individuen als um den Menschen als gesellschaftliches Wesen geht.
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