Katharina Hartwell

Der Dieb in der Nacht

Roman
Cover: Der Dieb in der Nacht
Berlin Verlag, Berlin 2015
ISBN 9783827012791
Gebunden, 320 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Zehn Jahre nachdem Felix verschwunden ist, sitzt Paul in einer Prager Kellerbar plötzlich seinem besten Freund gegenüber. Zumindest ist Paul im einen Moment sicher, ihn vor sich zu haben, im nächsten sieht der Mann Felix nicht einmal mehr ähnlich. Paul gerät in den Bann jenes Mannes, der sich Ira Blixen nennt, sich bewegt wie Felix, ihn anschaut wie Felix und ein Muttermal an der gleichen Stelle am Handgelenk hat. Kann es Zufall sein, dass Blixen vor Jahren bewusstlos aus dem Fluss gezogen wurde und keine Erinnerung an seine ersten 20 Lebensjahre besitzt? Blixen folgt Paul nach Deutschland, und es entwickelt sich ein Vexierspiel um Verlust, Identität und Sehnsucht, um Angst, Definitionen von Wirklichkeit und die Frage, wie sich über die Leerstelle sprechen lässt, die das Verschwinden eines Menschen in die Leben seiner Nächsten sprengt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.12.2015

"Beunruhigend" findet Rezensent Christoph Schröder diesen Roman um einen verschwundenen und Jahre später wieder auftauchenden jungen Mann. Handelt es sich überhaupt um dieselbe Person? Autorin Katharina Hartwell lässt alle Deutungsoptionen offen, so Schröder, und das gefällt dem Rezensenten. "Der Dieb in der Nacht" trage viele Irritationen, gar verstörend Düsteres in sich, doch für Christian Schröder hat Katharina Hartwell ohnehin schon in ihrem Erstling "Das fremde Meer" gezeigt, dass Realismus ihr im Zweifel schnuppe ist. Ihr zweiter Roman ist nun eine "Gespenstergeschichte aus der Jetztzeit", angereichert mit Motiven der Horror- und Gothic-Literatur, doch darunter lauern elementare Fragen über Selbsttäuschung, erklärt der Rezensent, der den Roman offenbar gern gelesen hat.
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