Elisabeth Plessen

Ida

Roman
Cover: Ida
Berlin Verlag, Berlin 2010
ISBN 9783827009418
Gebunden, 362 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Oskar Marwig, angesehener Architekt, verliebt sich in die Studentin Ida. Doch er läuft davon, aus Angst vor Zurückweisung. Als sie sich nach seiner Rückkehr aus Philadelphia, wo er ein Opernhaus baut, wiedersehen, erleben sie unbeschwerte Tage. Seine Reife und Souveränität ziehen Ida an, aber zugleich weiß sie, dass sie ihn genau aus diesem Grund eines Tages verlassen muss. Dies spürt auch Oskar, was seine Besitzansprüche nur verstärkt. Ihre Beziehung überfordert beide, macht sie schwach und krank. Ida bleibt nur, einen radikalen Schnitt zu machen.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 04.11.2010

Großen Eindruck hat Elisabeth Plessens neuer Roman auf Klaus Harpprecht gemacht, dessen Kritik auch eine Würdigung der Lebensleistung dieser Schriftstellerin ist. Es handelt sich seinen Informationen zufolge um eine bedrückende Variante der alten Geschichte: junge Frau liebt alternden Mann. Doch genüge es nicht, dieser Liebe in ihren mal tragischen, mal melancholischen Varianten zu folgen. Man hat es, so Harprecht, auch mit allerlei Geröll des 20. Jahrhunderts zu tun. Die Geschichte sei in einer nicht ganz deutlich werdenden Zeit angesiedelt, die Hauptfigur lässt den Kritiker an den Architekten Oskar Niermeyer denken. Auch die junge Frau, in die sich dieser alternde genialische Mann verliebt, beeindruckt den Kritiker sehr. Gebannt folgt dieser bestürzend packend erzählten Geschichte dieser erst wachsenden und dann sterbenden Liebe. Diese Autorin zwinge den Leser, schreibt der Kritiker, den "ganzen traurigen Weg mit ihr bis zum Ende zu gehen".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.09.2010

Keine Gnade kennt Lena Wilde mit diesem Roman von Elisabeth Plessen. Und warum auch. Wer seine Leser derart hölzern und konstruiert von Leidenschaft erzählen will, scheint die Rezensentin zu finden, hat's nicht anders verdient. Immerhin hat Wilde sich da schon durch 362 Seiten einer Liebesgeschichte zwischen einer lolitahaften, aufbegehrenden (gegen was bloß?) Studentin und ihrem Professoren-Liebhaber geackert, die ihr wie ein überambitionierter Reißbrettentwurf mit Pappkameraden vorkommt. Was immer die Figuren motivieren mag, denkt sich Wilde, echte Traumata oder echte Leidenschaft können es nicht sein.
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