Der Titel "Manchmal sehe ich am Himmel einen endlos weiten Strand" ist einem Gedicht von Arthur Rimbaud entnommen. Es ist eine Geschichte über die exzessive und implodierende Liebe zwischen dem scheinbar jugendlichen Mörder Alain Noiret und der desillusionierten Darja Savary, einer Frau zwischen den Jahren. Sie weiß nicht, dass er ein Mörder und aus der psychiatrischen Verwahrung auf der berüchtigten Insel Mahan geflohen ist. Er weiß nichts über ihre bewegte Vergangenheit, nichts über den Tod der Väter ihrer jetzt erwachsenen Kinder, nichts über... Während sich die Türen des Hauses vor den alten Freunden schließen, feiert das Paar sich selbst und seine Gegenwart in den Zeiten des Niedergangs. Bis ein einziges Wort, ein falsches, die Katastrophe auslöst...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.05.2002
Bruno Steiger ist begeistert. Ein "furioses" Debüt nennt er diesen Roman der Schweizer Schriftstellerin, der im "polyphonen Monolog" ein Jahr der Liebe zwischen der Garagenbesitzerin Darja Savary und dem psychopathischen Mörder Alain Noiret rekapituliert. Die sich abwechselnden Stimmen, die im Text aufscheinen, die "ingeniöse Schnitttechnik", mit der die Autorin von Erlebnisbericht zu Kommentar und Bekenntnis wechselt, erinnern Steiger an einen Film, von dem nur die Tonspur erhalten ist. Die dazugehörigen Bilder würden in "aufflackernden Realsequenzen" fast sichtbar. Katharina Faber versteht es, in ihren "kalt brennenden Bilderfluchten" sowohl "luzide" als auch "desillusioniert" zu erzählen, schreibt der offenbar tief beeindruckte Rezensent.
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