Herausgegeben von Sylvia Rüdin. Neben die Werke Karl Schmids treten hier zum erstenmal seine Briefe. In chronologischer Folge finden sich neben Familien- und Freundesbriefen solche an Schriftsteller wie Hermann Hesse, Max Frisch, Johannes Urzidil und Hermann Burger. Weitere Briefpartner entstammen dem Umkreis der ETH Zürich. Die Briefe zeichnen das Porträt eines gescheiten, engagierten und liebenswürdigen Menschen. Sie werden ergänzt durch ein reiche Auswahl von Fotos.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 09.01.2001
In gewisser Hinsicht ergänzen nach Hanno Helbling die vorliegenden zwei Briefbände die sechsbändige Gesamtausgabe der Schriften des Schweizer Germanisten Karl Schmid, denn sie zeigten die Kehrseiten des Lebens dieses in der Öffentlichkeit sehr engagierten und häufig angefeindeten Mannes. Helbling ist erstaunt oder vielmehr betroffen, wie früh sich der Wissenschaftler und Publizist "alt und verbraucht" gefühlt hat. Für Helbling zählte Schmid weder zu den ganz Progressiven im Lande (zu denen sich Max Frisch berufen fühlte, der, wie Helbling berichtet, über Schmid herzog), noch gehörte er zu den Patrioten, denen die Verteidigung der Schweiz über alles ging: "ein kritischer Insider" nennt ihn der Rezensent. In späteren Lebensjahren entwickelte Schmid einen zunehmenden Konservatismus, dem allerdings bloß der Rückzug ins Private blieb. Doch diese Episode blieb kurz, Schmid starb, informiert uns Helbling, drei Jahre nach seiner Pensionierung.
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