Karl Leo Noethlichs

Die Juden im christlichen Imperium Romanum (4. bis 6. Jahrhundert)

Geschichte und Kultur der Alten Welt
Cover: Die Juden im christlichen Imperium Romanum (4. bis 6. Jahrhundert)
Akademie Verlag, Berlin 2001
ISBN 9783050034317
Gebunden, 280 Seiten, 19,79 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Klaus Bringmann, Elisabeth Erdmann, Klaus M. Girardet, Gustav Adolf Lehmann, Ulrich Sinn, Karl Strobel sowie Karl-Theodor Zauzich. Unter den bis heute wichtigen historischen Wurzeln einer europäischen Kultur nimmt die Geschichte der Juden eine besondere Stellung ein. In den Quellen, die in diesem Buch präsentiert werden, stellen sich die Juden als keineswegs hilflos der christlichen Gesellschaft ausgeliefert dar. Als Grundzug der hier behandelten Epoche jüdischer Geschichte in der Spätantike zeigt sich, dass die mehrheitlich christliche Judentheologie und die Realität des Lebens zum Teil weit auseinanderfielen. Dies aber machte die Lage der Juden instabil und unberechenbar.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.04.2002

Wolfram Kinzig sieht mit diesem Buch über das Verhältnis zwischen Juden und Christen im römischen Reich in der Spätantike eine "Lücke geschlossen". Auch wenn er, wie er betont, nicht alle Ansichten des Autors teilt, lobt er nachdrücklich, dass es das Buch erlaubt, sich mittels des "umfangreichen Materialteils" selbst ein "Urteil zu bilden". Sehr bedauerlich findet der Rezensent allerdings, dass die rabbinischen Schriften, die er für besonders wichtig hält, nicht abgedruckt sind, auch wenn er anerkennt, dass sie viele "ungeklärte Probleme" aufwerfen. Ansonsten aber lobt er die Studie für ihren Quellenreichtum und ihre gute Lesbarkeit, und er empfiehlt es als "Lehrbuch für Seminare".

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.10.2001

Ganz vorzüglich findet Rezensent Wilfried Nippel diesen von Karl Leo Noethlichs kommentierten Band übersetzter Quellen, der Aufschluss gibt über die verbesserte Lage der Juden im Römisch-Christlichen Reich. Sie wurden - anders als christliche Häretiker und Heiden - in ihren Rechten bestätigt und den Synagogen wurde Schutz gewährt, berichtet Nippel. Dennoch gab es Ausnahmen und auch im Alltagsleben habe es Abgrenzungen gegeben. Kein Wunder, schließlich wurde der theologisch motivierte Antijudaismus weiter entwickelt. Aber auch darüber, so Nippel, gebe der Band hervorragend Auskunft.
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