Der Löwe Leo, die Puppe Annabella und der kleine Teddy Klaus halten zusammen wie Pech und Schwefel. Und das müssen sie auch, denn bei Lena ist immer etwas los: Ausflüge mit dem Fahrrad oder der erste Schultag. Richtig aufregend wird es, als Lenasich verliebt, in Stefan. Überall malt sie rote Herzchen hin - Annabella und ihre Freunde sind nur noch Nebensache. Bis Leo die Löwendame auf Stefans Arm erkennt. Ist sie etwa seine große Liebe Lila, die er vor Jahren verloren hat? Ein Vorlesebuch mit Geschichten in der richtigen Länge zum guten Einschlafen.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 28.11.2002
In Lenas Kinderzimmer "geht es hoch her", verrät Rolf Michaelis. Denn Lenas Stofftiere führen ein reges Eigenleben, zanken und verlieben sich und leben in ihrer eigenen sozialen Welt. Eine der "schönsten Liebesgeschichten in den Büchern dieses Jahres" hat der Rezensent hier entdeckt, natürlich auch eine zwischen Stofftieren, die letztlich auch kein glückliches Ende nimmt. Das Buch von Jutta Richter sei tatsächlich, wie der Verlag verkünde, eines aus dem Kinderzimmer für das Kinderzimmer, doch auch wunderschön für alle Erwachsenen, die sich ihre Träume bewahrt haben, schwärmt Michaelis. Ein großes Lob spendet der Rezensent auch der Zeichnerin Ulrike Möltgen, die die Neuauflage dieser schon vor Jahren veröffentlichten Geschichte gekonnt illustriert habe.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.11.2002
Richtig begeistert ist die Rezensentin Gerda Wurzenberger, die "Annabella Klimperauge" gemeinsam mit Chaim Potoks Buch "Zebra" bespricht. Das liegt vor allem daran, dass diese Geschichten beweisen, "dass Literatur nicht unbedingt schwer zugänglich sein muss" und es schaffen, auch junge Leser schon auf anspruchsvolle Art zu fesseln. Auch die Lebensbewältigungsstrategien und die angenehme Nüchternheit, die die Protagonisten dieser Bücher vermitteln, gefällt der Rezensentin sehr gut. Die Protagonisten dieses Buches sind ein paar Stofftiere eines kleinen Mädchen und ihre Welt ist überhaupt nicht in Ordnung. Das liegt daran, dass sie gerade im Begriff sind, von ihrer Besitzerin vergessen zu werden. Dieser Aufbau der Geschichte ist in den Augen von Gerda Wurzenberger "raffiniert", denn durch dieses "doppelte Identifikationsangebot (Kind und Spielzeugfiguren)" schafft es die Autorin Jutta Richter, zwei Grundmotive anzusprechen und sowohl "abgrundtiefe Verlustängste" als auch "das Streben nach Unabhängigkeit" zu thematisieren. So ist das Buch in den Augen der Rezensentin sowohl witzig als traurig: insgesamt einfach gelungen.
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