Jürgen Werner

Tagesrationen

Ein Alphabet des Lebens
Cover: Tagesrationen
tertium datur, Frankfurt/Main 2014
ISBN 9783000471728
Gebunden, 280 Seiten, 21,90 EUR

Klappentext

Die hier versammelten hundertfünfzig Stücke beschreiben das variantenreiche Selbstverstehen des Menschen, wie es nur möglich ist im neugierigen Wechselspiel mit der Welt. In "Tagesrationen" wohlportioniert, als regelmäßige Lesenahrung bestens zu verdauen, legen sie die großen und kleinen Wörter unseres Lebens so überraschend aus, dass sie noch einmal gehört werden und aufhorchen lassen. Was steckt in Begriffen wie Angst, Vertrauen oder Respekt wirklich? Warum stören wir uns manchmal an Ausdrücken wie gelegentlich, nett oder kleinlich? Worin liegt der Zauber von Wendungen, die eigentlich Kurzgeschichten sind: erste Liebe, roter Teppich oder in flagranti? Warum finden sich in unserer Rede feste Paare: Denken und Sprechen, Frauen und Männer, Himmel und Erde? Oft sind es geschenkte Wörter, die den Autor regelmäßig in Reflexionen gelockt haben, sie entstammen den Wegen und Umwegen des Nachsinnens, Anstößen von außen, Gelegenheitsfunden. Unter ihnen finden sich solche, die das Leben nicht nur leiten, es heilsam unterbrechen oder zu ersetzen versuchen: Wörter, die selber Leben sind.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.04.2015

Jürgen Werner ist ein ehemaliger FAZ-Kollege und nebenbei ein Aphoristiker, dessen neuestes Produkt Andreas Platthaus zur Besprechung zufällt. Er ist angemessen respektvoll und doch auch skeptisch. Fromm sind Werners Texte, und jenseitsgewiss. Liest sich ein bisschen wie Heidegger, nur dass Werner nicht in Abgründe, sondern nach oben schaut, meint der Rezensent. Die theologischen Erwägungen bei Werner behagen ihm merklich nicht, mehr Sensibilität begegnet ihm in "lebenszugewandten Passagen".
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